Ratgeber · Lesezeit 1 Minute · Stand
Bauüberwachung in der Elektrotechnik
Bauüberwachung heißt, die tatsächliche Ausführung regelmäßig mit dem Vereinbarten abzugleichen und Abweichungen so früh zu erfassen, dass sie ohne großen Aufwand korrigiert werden können.
Wichtige Prüfpunkte
Im Elektrogewerk lohnt der Blick vor allem auf:
- Trassen, Brandabschottungen und Durchbrüche
- Kabeltypen, Querschnitte und Verlegearten
- Verteilungen: Aufbau, Beschriftung, Schutzkonzept
- Potentialausgleich und Erdung
- Koordination mit Bau, Lüftung, Sanitär und IT
- Dokumentation des Bauablaufs und der verdeckten Leistungen
Dokumentation
Jede Begehung sollte einen kurzen schriftlichen Bericht mit Fotos hinterlassen. Besonders wichtig ist die Dokumentation verdeckter Leistungen, weil sie nach Verschluss nicht mehr ohne Aufwand überprüfbar sind.
Mängel richtig behandeln
Mängel gehören in eine fortlaufende Liste mit Feststellungsdatum, Verantwortlichem und Frist. Erledigungen werden gegengeprüft und dokumentiert. Offene Punkte fließen in die Abnahme und, wenn nötig, in die Bewertung der Schlussrechnung ein.
Abnahme vorbereiten
Vor der Abnahme sollten Prüfprotokolle, Messwerte, Revisionsunterlagen, Schaltpläne und Einweisungen vorliegen. Fehlen sie, ist die Leistung regelmäßig noch nicht vollständig erbracht.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
- Wie oft sollte kontrolliert werden?
- In der Hauptbauzeit meist wöchentlich, bei kritischen Arbeiten anlassbezogen zusätzlich, in ruhigen Phasen seltener.
- Was, wenn Mängel erst nach der Abnahme auffallen?
- Dann greift die Gewährleistung. Eine belastbare Dokumentation aus der Bauzeit erleichtert die Durchsetzung erheblich.
